Projektwoche 2026
Fünf Tage voller Abenteuer, Wissen und Teamspirit
Die diesjährige Projektwoche der Lernenden am Sonova Hauptsitz in Stäfa war gespickt mit informativen Schulungen, abwechslungsreichen Outdoor-Aktivitäten und viel Spass im Team.

Montag – Erste Hilfe statt Erste Panik
Alle Lernenden trafen sich am Hauptbahnhof Zürich. Von dort fuhren wir gemeinsam nach Sarnen im Kanton Obwalden. Das Leitungsteam, Martin und Tonia, empfing uns freundlich und erzählten uns interessante Informationen, zum Beispiel, dass Sarnen im Herzen der Schweiz liegt.
Am Nachmittag startete das Thema Arbeitssicherheit, welches uns durch die ganze Woche begleiten sollte, mit einem Erste-Hilfe-Kurs, den zwei Personen vom Samariterverein Sarnen leiteten. Uns wurden mögliche Situationen vorgestellt und wir durften einige Fälle als Rollenspiel hautnah miterleben. In einem Szenario hatte sich jemand in der Küche mit einem Messer geschnitten und blutete stark. Mit Ketchup und dem nötigen schauspielerischen Talent fühlte sich die Situation erstaunlich echt an.


Zwei Lernende mussten der «verletzten» Person helfen. Es gab viele Ideen und Lösungsvorschläge. Der richtige Weg wäre gewesen, ein Stück Stoff, zum Beispiel ein T-Shirt, auf die Wunde zu pressen. Anschliessend müsste man mit einem überkreuzten Stück Stoff Druck auf die Wunde ausüben und dieses festbinden.


Im BLS-AED-Kurs (lebensrettende Basismassnahmen und Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators) haben wir viel über Erste Hilfe in Notfällen gelernt. Das Thema ist ernst und der Kurs war dank der realitätsnahen Übungen abwechslungsreich und spannend. In den Rollenspielen zeigte sich ausserdem, dass unter den Teilnehmenden einige schauspielerische Talente verborgen sind.
Dienstag – Gipfelsturm und Paella-Plausch
Nach unserer ersten Übernachtung standen gleich zwei Highlights der Woche auf dem Programm: der Pilatus und ein Paella-Kochkurs in Luzern.
Zunächst durften wir einen unterhaltsamen Ausflug auf den Pilatus erleben. Die Fahrt mit der steilsten Zahnradbahn der Welt war beeindruckend. Auf der Bergspitze auf 2’128 m ü. M. war die Aussicht wunderschön. Die kühle Brise bei strahlendem Sonnenschein und die vorbeiziehenden Wolken verliehen dem Ganzen etwas Mystisches. Eine besondere Überraschung war eine Gämse, die wir beim Klettern beobachten konnten.

Der dienstälteste Mitarbeiter der Pilatus-Bahnen stellte uns die Arbeitssicherheit auf dem Pilatus vor. Es war interessant zu erfahren, was im Hintergrund alles beachtet werden muss, damit die Mitarbeitenden sicher arbeiten können und die Gäste einen unbeschwerten Tag auf dem Pilatus erleben dürfen.
Anschliessend legten wir einen Stopp in Luzern ein. Dort konnten wir die Chilbi besuchen und das Stadtzentrum etwas genauer erkunden. Danach ging es in ein bekanntes spanisches Restaurant. Nach spannenden Erklärungen zu spanischen Tapas begaben wir uns selbst in die Küche.




In Vierergruppen bereiteten wir drei verschiedene Paellas zu. Eine mit Fleisch, eine mit Gemüse und eine Fideuà mit verschiedenen Meeresfrüchten. Zwischendurch erfuhren wir auch interessante geografische und kulturelle Fakten über Spanien. Unter anderem lernten wir, dass die Region Valencia besonders berühmt für ihre Paellas ist.




Die selbstgekochten Paellas wurden ein voller Erfolg, es wurde geschlemmt, genossen und gelacht.
Mittwoch – IT-Schulung, Glasbläser und Pizzaschmaus
Nach dem Frühstück haben wir als Aktivierungsspiel Papierflieger gebastelt. Das Ziel war herauszufinden, welches Flugzeug am weitesten fliegt. Das war eine lustiger Tagesauftakt.



Danach erklärte Martin das Thema Sicherheit am Arbeitsplatz. Wir besprachen verschiedene Beispiele und überlegten gemeinsam, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält. Martins grosser Erfahrungsschatz war eindrücklich. So konnten wir das Thema nicht nur theoretisch betrachten, sondern auch anhand konkreter Situationen besser verstehen.
Später stiessen zwei Lernende aus dem IT-Bereich zu uns. Sie zeigten uns die Grundlagen verschiedener Programme wie Microsoft Teams, Outlook oder SharePoint. Dabei ging es um die wichtigsten Funktionen und darum, wie wir diese Programme im Arbeitsalltag nutzen können.

Nach dem Mittagessen spielten wir noch eine Runde Werwölfe. Danach machten wir uns für unseren Ausflug in die Glasi Hergiswil bereit. Dort konnten wir zuerst das Museum besuchen und mehr über die Geschichte der Glasi erfahren. Das Museum ist interaktiv und vielseitig gestaltet.


Anschliessend erhielten wir einen Live-Einblick in die Arbeit der Glasbläser. Als Höhepunkt durften wir selbst eine Glaskugel blasen. Das war eine besondere Erfahrung, da dies niemand aus unserer Gruppe zuvor gemacht hatte.


Danach schlängelten wir uns durch das Glas-Labyrinth, bevor wir mit unseren selbst geblasenen Glaskugeln zurück ins Ruderhaus gingen. Nach einer kurzen Pause ging es weiter in die örtliche Pizzeria, wo wir den Abend gemütlich ausklingen liessen.
Donnerstag – Begegnungen, die bewegen und Cookies, mit denen man Kalorien sparen kann
Wir frühstückten bereits um 6.30 Uhr, damit wir uns rechtzeitig auf den Weg nach Nottwil ins Paraplegiker Zentrum (SPZ) machen konnten.
Als Erstes durften wir die bewegende Geschichte eines Betroffenen kennenlernen. Unser Guide sitzt seit rund 50 Jahren nach einem Autounfall im Rollstuhl und sprach sehr offen über sein Leben. Sein Alter merkte man ihm überhaupt nicht an. Einer seiner ersten Sätze war: «Mein Leben war bis jetzt absolut geil!»

Trotz der vielen Herausforderungen, die er meistern musste, vermittelte er uns keine Sekunde das Gefühl, Mitleid haben zu müssen. Stattdessen beeindruckte er uns mit seiner positiven Einstellung, seinen tiefgründigen Gedanken und seinem Humor.
Anschliessend konnten wir eine virtuelle Wohngemeinschaft für Para- und Tetraplegiker besichtigen. Dort durften wir verschiedene Alltagssituationen ausprobieren und Geschichten der virtuellen Bewohner kennenlernen. Die Ausstellung zeigte eindrücklich die Herausforderungen des Alltags im Rollstuhl, aber auch die vielen Möglichkeiten, die heute bestehen.
Der Aufenthalt war sehr bewegend und hat uns nachhaltig beeindruckt. Dank den offenen und ehrlichen Schilderungen unseres Guides bleibt dieser Tag für uns nicht bedrückend, sondern inspirierend in Erinnerung.
Am Abend stellten sich einige Lernende als Bäcker zur Verfügung und bereiteten Cookies zu. Im ganzen Haus duftete es verführerisch. Leider war die Nase etwas trügerisch: Ausgekühlt waren die Guezli etwas zu hart und zu schwarz geraten, um sie noch geniessen zu können. Der Wille zählt und die Kalorien sind gespart 😉
Freitag – Teamgeist, Sonova und Abschied
Nach dem Frühstück wurde gepackt, aufgeräumt und die Zimmer wurden in Ordnung gebracht.
Im Anschluss hielt Thomas Bernhardsgrütter eine Präsentation über unser Geschäftsfeld, unsere Produkte, Umsätze und weitere interessante Kennzahlen. Die Geschichte und die Werte unseres Unternehmens wurden ebenfalls thematisiert und vermittelten uns ein besseres Verständnis dafür, wofür Sonova steht und welchen Beitrag wir als Lernende leisten.
Danach spielten wir ein letztes Aktivierungsspiel, bei dem es auf die Reaktionsfähigkeit ankam.
Anschliessend folgte der letzte Workshop zum Thema “Teamgeist, Teamspirit, Teamplayer” und der Frage, was ein Team braucht, um erfolgreich zusammenzuarbeiten. Nach Martins Präsentation bildeten wir Gruppen und setzten uns intensiv mit dem Thema Teamwork auseinander.


Um den Teamspirit weiter zu stärken, machten wir zum Abschluss ein Spiel, das zeigte, dass man nur als Team gewinnen kann. Das fanden wir ziemlich clever, weil es perfekt verdeutlichte, wie wichtig Zusammenarbeit ist.



Es war eine spannende, abwechslungsreiche und sehr lehrreiche Woche, die wie im Flug vergangen ist. Jeder Tag brachte neue Erfahrungen, interessante Einblicke und gemeinsame Erlebnisse mit sich.
Insgesamt blicken wir auf eine unvergessliche Woche zurück, die uns viel Neues gelehrt, unseren Horizont erweitert und uns als Gruppe noch näher zusammengebracht hat.
Autorinnen und Autoren: alle Lernenden im 1. Bildungsjahr