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Zu Besuch bei Jiaojiao – Filmdreh in China

Filmporträt einer chinesischen Tänzerin

Filmporträt einer chinesischen Tänzerin

Ein von Sonova produzierter Film erzählt die Geschichte einer chinesischen Tänzerin mit Hörverlust und ihrem Traum. Für die Dreharbeiten reiste ein Filmteam in das winterliche Harbin. 

Tianjiao Zhang, die den Spitznamen Jiaojiao trägt, legt die Winterjacke ab. Sie ist in Skihose zum ersten Treffen mit dem Filmteam gekommen. Die Temperaturen in der Mandschurei im äussersten Norden Chinas steigen im Januar auch tagsüber selten über Minus 13 Grad Celcius. Der Januar ist der kälteste Monat in der nordchinesischen Stadt Harbin, nachts kann die Temperatur bis zu 30 Grad unter Null fallen. Die Tänzerin ist neugierig: Wie werden die Dreharbeiten wohl ablaufen? Gemeinsam mit ihrer Mutter ist sie zum ersten Treffen mit dem Filmteam gekommen, das nach Harbin gereist ist, um ein Filmporträt der jungen Tänzerin zu drehen.

Das Team sitzt in einer Couchecke ganz hinten in der Hotellobby. Das grosse Fenster gibt den Blick auf eine Burg aus Eis frei: Überall in der Stadt stehen in diesen Wochen anlässlich des berühmten Harbin Eis Festivals Skulpturen und Bauten aus Eisblöcken. Die Kellnerin bringt, wie in China üblich, warmes Wasser mit Zitrone zu Trinken. Der Regisseur stellt den Drehplan vor. Im Zentrum steht Jiaojiaos Liebe zum Tanzen, der Film soll ihr Leben zeigen: Jiaojiaos Freunde und Vertraute, ihr Zuhause.

Aufbruchsstimmung liegt im Raum. Jiaojiaos Mutter schlägt für die Dreharbeiten verschiedene Tanzstudios vor. Der Kameramann fragt nach den Details zu den Räumlichkeiten: Wie ist das Licht? Wie gross ist das Studio? Eine Journalistin erklärt Jiaojiao, dass sie am nächsten Tag ein Interview mit ihr führen wird, um Statements für den Film aufzuzeichnen. „Wir freuen uns sehr auf die Dreharbeiten mit dir“, sagt Projektleiter Patrick Lehn, der für Sonova aus der Schweiz angereist ist. Seine chinesische Kollegin Heidi Zhang übersetzt, Jiaojiao lächelt und antwortet, dass es ihr ebenso gehe.

Ein Filmdreh in einer der kältesten Städte der Welt: Mit grossem Teamspirit meisterte die Filmcrew von Sonova die Herausforderung vor Ort..

Der Film über die chinesische Tänzerin ist Teil des langfristig angelegten Storytelling-Konzepts von Sonova. Menschen erzählen ihre Geschichten und zeigen beispielhaft, wie sie mit Hilfe der Hörlösungen von Sonova ein Leben ohne Einschränkungen führen. So wird die Umsetzung der Unternehmensvision von Sonova erlebbar gemacht. Gezeigt werden in den von Sonova produzierten Filmen ausschliesslich authentische emotionale Porträts, die den Zuschauer in die Welt der Protagonisten mitnehmen. Deswegen hat die Atmosphäre am Set den Charakter eines Dokumentarfilm-Drehs, dessen Ziel es ist, Ausschnitte aus der Wirklichkeit einzufangen. 

Jiaojiao Zhangs Geschichte macht Mut. Trotz ihres Hörverlusts hat die Tänzerin mit nur 20 Jahren schon nationale und internationale Preise gewonnen. Um es so weit zu schaffen, braucht es Talent und eisenharte Disziplin. „Es war nicht immer einfach“, gibt Jiaojiao im Interview zu. Sie spricht langsam, konzentriert, überlegt genau, was sie sagt. In ein Mikrofon zu sprechen, ist ungewohnt für sie. Am Ende wird die Tonspur mit ihrer Stimme auf den Bildern liegen und durch den Film führen. Untermalt werden die Bilder zusätzlich mit Musik, die auf Jiaojiaos Lieblingsinstrument eingespielt wurde: Dem Klavier, denn dessen klar definierte Töne kann sie besonders gut hören. Immer wieder kreist Jiaojiao während des Interviews mit der Fussspitze auf dem Boden. Es ist, als würde ihr Körper sagen: „Was machen wir hier, stundenlang auf einem Sessel? Lass uns tanzen!“

Am Montagmorgen ist es endlich so weit. Jiaojiao sitzt im Spagat auf dem Boden eines Tanzstudios. Es ist eine Dehnübung, die der jungen Chinesin nicht schwer fällt: Sie hält das Mobiltelefon in der Hand und schreibt sich mit ihren Freunden Nachrichten in Wechat, dem chinesischen Pendant von Instant-Messaging-Diensten wie Whatsapp. Dass um sie herum ein Filmteam im Raum alles für den Dreh arrangiert, scheint sie nicht zu stören. Ein Assistent baut Studiolichter auf. Der Kameramann läuft durch den Raum und sucht optimale Bildausschnitte, gar nicht so einfach aufgrund der vielen Spiegel an den Wänden. Denn er selbst soll auf den Aufnahmen nicht zu sehen sein. Alles muss weggeräumt werden, was nicht auf dem Bild sein soll: Filmausrüstung, Stühle, Jacken, Taschen. Der Regisseur schaut konzentriert auf den Monitor seines Laptops und plant die Szene, die heute gedreht werden soll: Jiaojiao nimmt Tanzunterricht.

Ihre Lehrerin ist heute extra zu den Dreharbeiten gekommen, sie unterstützt Jiaojiao seit vielen Jahren. Die beiden arbeiten konzentriert, um Haltung und Posen zu perfektionieren, dabei verstehen sie sich meist ohne Worte. Das Filmteam hält sich im Hintergrund, nur der Kameramann ist sehr nahe am Geschehen. In der nächsten Szene wird Jiaojiao von der Schülerin zur Lehrerin: Sie unterrichtet ein Mädchen, das in Begleitung seiner Grossmutter zum Set gekommen ist. „Meine Enkelin liebt Jiaojiao und bewundert sie dafür, dass sie es trotz ihres Hörverlusts so weit gebracht hat“, sagt die Grossmutter. „Sie ist traurig, wenn Jiaojiao auf Tournee geht und die Tanzstunde ausfällt.“ Mitten im Unterricht umarmt das Mädchen Jiaojiao plötzlich innig und schmiegt sich an sie.

Immer wieder ist Improvisation gefragt. Denn der Dreh findet in verschiedenen Tanzstudios, in der Innenstadt von Harbin, bei Jiaojiao Zuhause statt. Der Stau auf den Strassen lässt jeden Drehortwechsel zur Geduldsprobe werden. Die niedrigen Aussentemperaturen in Harbin sind eine Herausforderung für Kamera-Akkus, die bei extremer Kälte wesentlich schneller leer werden als sonst. Doch Jiaojiao ist ein Profi. Zu ihrer Ausbildung an einer der besten Tanzakademien Chinas gehörte auch Unterricht in Gestik und Mimik. Kaum eine Szene muss wiederholt werden.

Das Filmteam ist auch mit dabei, als Jiaojiao ihre Freundinnen am zugefrorenen Fluss in Harbin trifft. Eine unglaubliche Kulisse: Im Hintergrund die bläulichen Silhouetten der Skyline von Harbin, vorne die schneebedeckte Fläche des Songhua-Flusses. Am Ufer liegen grosse Eisblöcke. Künstler und ihre Helfer haben sie aus dem Fluss geschnitten, um daraus Skulpturen für das weltberühmte Eis- und Schneefestival zu fertigen.

Am Ende der arbeitsintensiven Drehtage ist der Film zwar noch nicht geschnitten, aber alle im Team sehen ihn vor sich. Entstanden ist ein emotionales Porträt einer beeindruckenden jungen Frau. Sie möchte anderen etwas von der Unterstützung zurückgeben, die sie selbst erhalten hat: „Ich liebe es, Kinder zu unterrichten und ihnen Mut zu machen. Mein Traum ist es, einmal eine eigene Tanzschule zu haben. Tanzen macht glücklich und das will ich weitergeben“.

 

Logo Cannes Corporate Films Gold Awards 2017Bei den Cannes Corporate Media & TV Awards 2017 hat der Film über Tianjiao Zhang drei Mal gewonnen. Das bewegende Filmportrait wurde in den Kategorien „Messe- und Eventfilme, Conference Openers“ mit Gold, „Gesundheits- und Medizinfilme“ mit Silber sowie „Corporate Videos“ mit Silber ausgezeichnet.

Logo XXS Corporate FilmfestivalSonova bei XXS-Corporate-Filmfestival 2017 nominiert: Ein emotionales Filmportrait über das Leben und die Träume der jungen Künstlerin zeigt beispielhaft, wie Menschen mit Hörverlust ein Leben ohne Einschränkungen führen können.


Logo Shanghai 2040Sonovas Film gewinnt in China den “Sustainability Best Practice Award 2017” des Events “Heading Toward 2040: Corporate Innovation and Urban Sustainability”. Die alle drei Monate stattfindende Veranstaltung wurde von der Stadtverwaltung Shanghai, der Shanghaier Handelskammer, dem kommunalen Büro für Umweltschutz und von den Medien Jiefang Daily, Shanghai Daily sowie Eastday.com initiiert.

 


Logo European Excellence Award 2017Sonova wurde für den European Excellence Award 2017 in der Kategorie “Corporate Film and Video” nominiert: Anhand der Geschichte der Tänzerin Tianjiao Zhang wurde beispielhaft gezeigt, wie Sonova und seine Produktmarke Phonak Menschen ein Leben ohne Einschränkungen ermöglichen und so die Unternehmensvision einlösen.

 

 

 

 

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