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«Es gibt immer einen Weg, seine Ziele zu erreichen»

Der Schweizer Zirkusartist Jason Brügger führt ein Leben ohne Einschränkungen

Der Schweizer Zirkusartist Jason Brügger führt ein Leben ohne Einschränkungen

Im Jahr 2017 erhielt der Schweizer Luftakrobat Jason Brügger sein erstes Engagement beim Zirkus. Davon hatte er sein Leben lang geträumt. Aufgrund einer Erkrankung des Innenohrs drohte dieser Traum zunächst zu scheitern. Doch der junge Artist gab nicht auf und verfolgte sein Ziel weiter. Die Hörgeräte der Sonova Marke Phonak haben ihn dabei unterstützt.

Es wirkt beinahe schwerelos, wenn Jason Brügger durch das Zirkuszelt schwebt. Der Luftakrobat kreist und dreht sich um die eigene Achse an breiten Bändern hoch über den Köpfen der Zuschauer, ohne Sicherheitsnetz. Mit seinen weissen Flügeln, die er an den Armen trägt, wirkt er wie ein Engel dort oben in der Luft. Die Zuschauer im Schweizer Nationalzirkus Knie halten den Atem an. Viele kennen den Akrobaten bereits aus dem Fernsehen: Mit dieser Nummer, in der Jason die antike Sage des Ikarus erzählt, gewann er im Jahr 2016 die vierte Staffel der TV-Casting-Show «Die grössten Schweizer Talente».

Die breiten Bänder, so genannte Strapaten, an denen Jason hoch über den Köpfen der Zuschauer kreist, sind direkt unter dem Zeltdach angebracht. An ihren unteren Enden befinden sich Laschen, zum Einhängen von Armen oder Beinen. Wie hoch Jason schwebt, das liegt in den Händen eines anderen: Ein Techniker, der eng mit ihm zusammenarbeitet,  bedient den Motor, der die Strapaten in die Höhe zieht. Er bringt auch den Luftakrobat nach seiner Nummer wieder sicher zurück auf den Manegenboden.

Das Publikum folgt der Darbietung gebannt, niemand spricht. Erst am Ende weicht die Anspannung einem begeisterten Applaus, der gar nicht enden will. Glitzernde Konfetti in verschiedenen Farben wirbeln durch das Scheinwerferlicht. Gemeinsam mit den anderen Künstlern, darunter Tänzerinnen, Dressurreiter und Trampolinspringer, verbeugt sich Jason vor dem Publikum und verlässt dann gelöst das Zelt. Er strahlt. Menschen mit seiner Akrobatik zu verzaubern, das macht ihn glücklich. «Als Artist nimmst Du intensiv die Energie vom Publikum wahr», erklärt Jason. «Es gibt einem so viel, und es ist für mich wirklich ein Privileg, jeden Tag vor dem Publikum zu stehen.»

Von einem Engagement im Zirkus hatte Jason sein Leben lang geträumt, seine Eltern unterstützten ihn dabei. Schon als kleiner Junge trat der Basler im Kinderzirkus auf. Direkt nach der Matura reiste Jason als 18-Jähriger nach Kanada, um sich an der renommierten «National Circus School» in Montreal weiter ausbilden zu lassen. Doch dann, eine schwere Erkrankung des rechten Innenohres: Hörverlust, Tinnitus und Schwindelanfälle. Kurze Zeit später folgte die gleiche Erkrankung links. «Die Ärzte rieten mir davon ab, Zirkusartist zu werden, denn ich hatte grosse Probleme mit dem Gleichgewicht», erzählt Jason. «Ich wusste nicht, ob ich es überhaupt schaffen kann.»

Die Hörgeräte der Sonova Marke Phonak, die er seit 2015 trägt, unterstützten ihn dabei, seinen Traum doch noch wahr werden zu lassen. «Ich vergesse nie den Augenblick, in dem ich zum ersten Mal die Hörgeräte getragen habe: Da ist für mich wieder eine Welt aufgegangen, und ich wurde wieder ein Teil von ihr», erzählt Jason. Diese Erfahrung war so überwältigend, dass er vor Freude weint. «Mein Leben hat sich seitdem so verändert. Ich bin wieder lebensfroh,unternehme Sachen, bin mutiger. Ich bin wieder ein Teil von der Welt.»

Nach dem Sieg bei der TV-Casting-Show «Die grössten Schweizer Talente» im Jahr 2016 kam der Anruf vom «Circus Knie». Gegründet vor mehr als 200 Jahren von Friedrich Knie, zählt der «Circus Knie» zu den ältesten Zirkus-Dynastien Europas und ist weit über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt, etwa für seine faszinierenden Pferdenummern. 56 Artisten aus elf Ländern wurden im Jahr 2017 für das Tourneeprogramm engagiert, darunter Jason Brügger.

Die Hörgeräte helfen dem Akrobat nicht nur im Alltag, sondern auch wenn er hoch in der Luft ist und unter der Kuppel der Manege schwebt. Eine Show an den Strapaten ohne Hörgerät, das kommt für ihn nicht in Frage: «Ich kann jetzt die Musik und das Publikum hören.» Vorher habe er das nicht wahrnehmen können und sich gefühlt wie in einem Topf mit Deckel, schildert der junge Künstler.

 

While Peter Wetzel (alias “Spidi” the Clown) has been touring with Zirkus Knie for more than 20 years, this is Jason Brügger’s first season. Spidi and Jason are good friends. Both of them always wanted to join a circus, and both of them ended up realizing their dream.

Mehr als 20 Jahre schon tourt Peter Wetzel (†2018), alias Clown  «Spidi», mit dem Zirkus Knie. Für Jason Brügger ist es 2017 die erste Saison. Spidi und Jason mögen sich. Beide verbindet, dass sie schon als Kind zum Zirkus wollten. Und es geschafft haben.

 

Ich habe schon als kleiner Junge angefangen, Zirkus zu spielen. Und es ist immer schon mein Traum gewesen, meine Leidenschaft auch im Beruf ausüben zu können.

 

Der Zirkusalltag folgt einem bestimmten Rhythmus: An jedem Morgen sitzt Jason in seinem Wohnwagen und geniesst seine Tasse Tee zum Frühstück. Sein kleiner Mops Bombo turnt auf dem Bett und den schmalen, gepolsterten Bänken der Sitzecke herum. Noch ist draussen kaum ein Laut zu hören. Jason ruft den Hund zu sich: «Ich liebe es, früh morgens mit Bombo spazieren zu gehen.» An diesem Tag ist der Zirkus Knie in Lausanne zu Gast, direkt am Genfer See. Noch liegt ein leichter Nebel über dem Wasser, das Ufer ist von Bergen umgeben. Jason setzt sich an den See und geniesst die Stille.

 

Jason Brügger liebt seinen Wohnwagen: Hier entspannt er zwischen den Aufführungen. Sein kleiner Mops Bombo ist immer dabei.

Jason Brügger liebt seinen Wohnwagen: Hier entspannt er zwischen den Aufführungen. Sein kleiner Mops Bombo ist immer dabei.

«Was ich am Zirkusleben mag? Eigentlich alles», sagt Jason. Auch die Klänge dieser kleinen Welt kann er jetzt wahrnehmen und geniessen: Besonders gern hört er die Musik aus einer Drehorgel, die im Vorzelt aufgestellt ist. «Die Stimmung vor der Show ist immer sehr schön. Wenn man merkt: Jetzt geht es dann los. Die Leute kommen. Sie freuen sich. Sind aufgeregt», beschreibt Jason. Oft besucht er die Kamele, Zebras und Pferde im zirkuseigenen Streichelzoo: «Tiere geben einem extrem viel. Der Zirkusalltag ist oft stressig. Es läuft immer etwas. Wenn ich bei den Tieren bin, dann beruhigt mich das – vor allem vor der Show. Und es bringt einem Ruhe in den Alltag.»

Jason hat noch viele Ideen, die er in seinem Leben verwirklichen will:  . Etwa eine eigene Zirkusschule gründen und so den Nachwuchs unterstützen. Oder eine eigene Show entwerfen, zusammen mit Freunden, und dann mit diesen gemeinsam auf Tournee gehen: «Kostüm, Musik, Bühnenbild - da habe ich so viele Ideen!» Eine Herzensangelegenheit für den talentierten Zirkusartisten ist auch das aktive Engagement für Menschen mit Hörverlust, das Jason als Botschafter der Sonova Hörgerätemarke Phonak im Rahmen zahlreicher Projekte rund um den Globus verwirklicht:: «Ich hoffe sehr, dass ich mit meiner Geschichte anderen Leuten Mut machen kann, an sich selber zu glauben. Auch wenn einem gesagt wird, dass man etwas aus irgendeinem Grund nicht erreichen kann. Dass man trotzdem an sich glaubt, für seine Träume kämpft. Und dass es immer einen Weg gibt, seine Ziele zu erreichen.»

 

Cannes 2018 Gold Award Bei den Cannes Corporate Media & TV Awards 2017 hat der Film über Jason Brügger zwei Mal gewonnen. Das bewegende Filmportrait wurde in den Kategorien «Imagefilme» mit Gold und „Messe- und Eventfilme, Conference Openers“ mit Silber ausgezeichnet.


Der Sonova-Film „ Leben ohne Einschränkungen – Die Geschichte von Jason Brügger“ ist auf den Internationalen Wirtschaftsfilmtagen mit vier Preisen (Imagefilme; Gesundheits- und Medizinfilme; Messe-, Event- und Besucherfilme sowie Sonderpreis in der Kategorie Beste Kamera) ausgezeichnet worden.

Anhand der Geschichte des Schweizer Luftakrobaten Jason Brügger zeigt der Film beispielhaft, wie Sonova Menschen ein Leben ohne Einschränkungen ermöglicht. Der Film präsentiert auch die Titelgeschichte des Sonova Geschäftsberichts 2017/18 und setzt damit das erfolgreiche Storytelling-Konzept fort.

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