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3D-Druck für besseres Hören

Sonova 3D-Druck - Mitarbeiterin bedient den Drucker

Anfang der Jahrtausendwende war Sonova eines der ersten Unternehmen weltweit, das innovative 3D-Drucktechnologie für seine Fertigung einsetzte. Heute ist der 3D-Druck bei Sonova längst Standard. Alle Im-Ohr-Hörgeräteschalen und auch die diversen Ohrpassstücke für Hinter-dem-Ohr- und Receiver-In-Canal Hörgeräte werden mit 3D-Druckern hergestellt. So kann die Form der Schalen perfekt auf die unterschiedlichen Gehörgänge der einzelnen Träger und deren Hörverlust abgestimmt werden.

Massgefertigte Produkte in Massenfertigung

Sonova treibt die industrielle Nutzung der 3D-Technologie schon seit vielen Jahren voran. Anfang der Jahrtausendwende begann Sonova als eines der ersten Unternehmen überhaupt, die Schalen von Im-Ohr-Hörgeräten und später auch die diversen Ohrpassstücke für Hinter-dem-Ohr- und Receiver-In-Canal Hörgeräte digital zu produzieren. Eine damals einzigartige Innovation, die einen Meilenstein der Modernisierung und Digitalisierung des Produktionsprozesses darstellte. Bis dahin erfolgte die Herstellung ausschliesslich durch Techniker, die in einem zeitaufwendigen und kostenintensiven Verfahren jedes Stück per Hand als Unikat fertigten. Ab 2001/2002 begann die digitale Fertigung für Im-Ohr-Geräte. Ingenieure entwickelten die dazu notwendigen Werkzeuge wie Software, Scanner und Printer und machten sie für Sonova nutzbar. In den folgenden Jahren wurde diese Technik immer weiter verfeinert und zunehmend auch für die digitale Fertigung von Ohrpassstücken für Hinter-dem-Ohr-Geräte eingesetzt. Seit dem Jahr 2001 sorgt die in Zusammenarbeit mit dem Partner Materialise entwickelte RSM (Rapid Shell Modelling) Software dafür, dass die computergestützte Modellierung einfach und zeitnah erfolgen kann.

Schicht um Schicht aus dem Nichts

Zunächst werden die manuell entnommenen Silikonabdrücke des Gehörgangs per Laser gescannt. Die weitere Bearbeitung erfolgt dann digital am Bildschirm. Sobald das Design der Geräteschale am Computer fertiggestellt ist, wird die Datei mit dem dreidimensionalen Modell in einer zentralen Datenbank archiviert und an die 3D-Drucker in der Produktion übermittelt. Der Ausdruck erfolgt dann schichtweise. Ein faszinierender Vorgang: Wie aus dem Nichts baut sich aus immer neuen aufeinanderfolgenden Schichten lichthärtenden Acrylharzes die neue Geräteschale auf.

Mit diesem Verfahren ist Sonova in der Lage, weltweit jährlich Hunderttausende massgefertigte Produkte in Massenfertigung anzubieten. Trotz der hohen Stückzahlen unterscheidet sich jedes einzelne Produkt in seiner Form und ist an die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Trägers angepasst. Darin zeigt sich das grosse Potenzial des 3D-Drucks.

Schnell beim Kunden

Dank dem Einsatz der 3D-Drucktechnologie haben bei Sonova die Geräteschalen weltweit denselben hohen Qualitätsstandard. Die gesamte digitale Produktionskette kann lückenlos kontrolliert werden. Das verschafft Sonova einen Wettbewerbsvorteil. Von der Bestellung bis zur Auslieferung des fertigen Produkts vergehen nur wenige Tage. Dann bekommt der Kunde sein passgenaues Hörgerät eingesetzt.