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Sonova steigerte ihren Umsatz in Lokalwährung um 8,3% und erzielte ein EBITA von CHF 138,4 Millionen im H1 2011/12

Stäfa (Schweiz), 15.11.2011 – Die Sonova Holding AG, weltweit führende Anbieterin von Hörsystemen, gab die Ergebnisse der zum 30. September 2011 endenden Berichtsperiode bekannt. Die Sonova Gruppe generierte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2011/12 einen Umsatz von CHF 763,0 Mio. In der Berichtswährung Schweizer Franken bedeutet dies gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 8,2%, für den ein negativer Währungseffekt von 16,5% verantwortlich ist. In Lokalwährungen betrachtet, legte der Umsatz hingegen um 8,3% zu. Davon entfallen 4,2% auf organisches und 4,1% auf akquisitorisches Wachstum. Das Segment Hörgeräte, das 95% zum Konzernumsatz beitrug, legte in Lokalwährungen deutlich um 11,4% zu. Der konsolidierte operative Gewinn (EBITA) betrug CHF 138,4 Mio. bzw. 18,1% des Umsatzes. Berücksichtigt man den negativen Währungseffekt in Höhe von CHF 53,2 Mio. auf den EBITA, hätte der EBITA bei konstanten Wechselkursen CHF 191,6 Mio. bzw. 21,3% vom Umsatz betragen.

Die Sonova Gruppe generierte im ersten Halbjahr 2011/12 einen Umsatz in Höhe von CHF 763,0 Mio., was in der Berichtswährung einem Rückgang von 8,2% entspricht, in Lokalwährungen hingegen ein Wachstum von 8,3% (+4.2% organisches Wachstum; +4,1% Wachstum aus Akquisitionen) bedeutet. Dieses wurde durch einen negativen Währungseffekt von 16,5% zunichte gemacht, der auf die beispiellose Stärke des Schweizer Frankens gegenüber wichtigen Währungen wie dem Euro und dem US-Dollar zurückzuführen ist.

 

Die ausgewiesene Bruttomarge beträgt 68,4%. Unter Ausklammerung des negativen Währungseffekts von 90 Basispunkten liegt die Bruttomarge bei 69,3% und somit leicht unter dem Vorjahreswert (70,2%). Dies ist auf die veränderten geografischen Umsatzanteile im Segment Hörimplantate (der aktuelle Berichtszeitraum enthält aufgrund des Rückrufs lediglich zwei Verkaufswochen in den USA) sowie eine veränderte Kundenstruktur im Segment Hörgeräte zurückzuführen.

 

Segment Hörgeräte: Hohes organisches Wachstum

Das Segment Hörgeräte erzielte im ersten Halbjahr 2011/12 einen Umsatz von CHF 723,8 Mio., was einer Steigerung in Lokalwährungen um 11,4% entspricht. Davon entfallen 7,0% auf organisches Wachstum und auf 4,4% auf Wachstum aus Akquisitionen, die im Vorjahr und im Berichtszeitraum erfolgten. Diese positive Entwicklung wurde durch einen negativen Währungseffekt von 16,9% im Berichtszeitraum beeinträchtigt. Das starke organische Wachstum – das sowohl den Umsatzrekord vom ersten Halbjahr 2010/11 als auch das geschätzte Marktwachstum von 3-4% übertrifft – ist in erster Linie auf die Erfolge der Produkte auf den Phonak Spice und Unitron Era Plattformen zurückzuführen. Sonova erzielte im Hörgerätesegment 80% des Gesamtumsatzes mit Produkten, die weniger als zwei Jahre auf dem Markt sind.

 

Generell waren die Produkte der Spice und ERA Plattformen in allen Regionen erfolgreich. In der Region EMEA erreichte Sonova in Lokalwährungen ein Wachstum von 11,3%, wofür vor allem die hervorragende Entwicklung in Frankreich, der Schweiz, in Grossbritannien und Italien verantwortlich war.

 

In der Region Amerika (einschliesslich USA) erzielte das Segment Hörgeräte in Lokalwährungen ein Wachstum von 11,9%. Der Hörgeräteumsatz zeigte in den USA eine starke Entwicklung: Phonak konnte seine Marktanteile im Geschäft mit dem «Department of Veterans Affairs» (VA) halten und im Privatmarkt ausbauen. Auch Unitron erzielte im Privatmarkt dank der im Juni und Juli 2011 in dieser Region erfolgreich eingeführten Produkte der neuen ERA Plattform ein sehr gutes Ergebnis. In der Region Asien/Pazifik wuchs das Segment in Lokalwährung um 8,7%, was vor allem auf einen weiter steigenden Marktanteil in Japan und ein fortgesetzt hohes Marktwachstum in China zurückzuführen ist.

 

Sonova konnte ihre führende Position im Hörgerätemarkt dank neuer Innovationen und mehrerer Produkte-Neuheiten auch in diesem Berichtszeitraum weiter auszubauen. Im Oktober 2011 erfolgte die Markteinführung der Phonak Spice+ Plattform, zusammen mit drei wasserresistenten Hörgeräten der Marke Phonak (Phonak M H2O, Phonak Naida S CRT und Phonak Nios S H2O) und dem kleinsten massgefertigten Gerät auf dem Markt, Phonak nano. Darüber hinaus führte Sonova das Phonak ComPilot als erstes Zubehör mit Interaktion in Form gesprochener Hinweise ein. Zusammen mit der Einführung der neuesten Version der Anpasssoftware Phonak Target 2.0 werden diese Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit von Phonak weiter erhöhen.

 

Im April 2011 stellte Unitron mit Quantum und Moxi neue Produkte auf der Era Plattform vor, die bei den Kunden grossen Anklang gefunden haben und die unlängst durch neue Funktionsmerkmale ergänzt wurden. Darüber hinaus ist für Quantum nun ein neues 312 Mikro-HdO erhältlich, ebenso eine neue Fernbedienung. Alle Aktivitäten der Marke Sona sind an Unitron übertragen worden, um dieses innovative Produkt- und Servicekonzept mehr Menschen in der ganzen Welt anbieten zu können.

 

Die Umsatzanteile nach Produktgruppen blieben im Jahresvergleich im Grossen und Ganzen beständig. Besonders stark fiel in Lokalwährungen das Umsatzwachstum von First Class und Economy Class Hörgeräten aus, während der Umsatz bei drahtlosen Kommunikationssystemen im Vergleich zum Vorjahr unverändert blieb.

 

Das Segment Hörgeräte erzielte einen EBITA von CHF 158,9 Mio., was einer EBITA-Marge von 22,0% entspricht. Werden die negativen Währungseffekte ausgeklammert, beläuft sich der EBITA auf CHF 214,9 Mio. bzw. 25,2%.

 

Segment Hörimplantate: Erfolgreiche Marktrückkehr weltweit

Das Segment Hörimplantate erzielte mit Cochlea-Implantaten und Zubehör einen Umsatz von CHF 39,2 Mio. Das Ergebnis in diesem Segment litt unter dem freiwilligen Rückruf des Cochlea-Implantats HiRes 90K im November 2010. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010/11, das vor dem Rückruf endete und in dem das Unternehmen auf allen Märkten aktiv war, ging der Umsatz um CHF 26,3 Mio. bzw. 40,1% zurück. Davon sind 11,3 % auf Währungseffekte zurückzuführen.

 

Mitte April 2011 erhielt Advanced Bionics von der Europaprüfstelle (TÜV) die CE-Zertifizierung, um das Produkt wieder auf Märkten ausserhalb der USA zu verkaufen; Mitte September 2011 erteilte dann auch die US-amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA ihre Zustimmung für die Wiederaufnahme des Verkaufs des Implantats in den USA. Die Umsatzzahlen wiederspiegeln deshalb den seit Mitte April 2011 erzielten Anstieg der Verkaufszahlen in Ländern ausserhalb der USA, für den US-Markt hingegen lediglich zwei Verkaufswochen.

 

Ausserhalb der USA lagen die Umsätze in Lokalwährungen rund 10% unter dem Vorjahreswert, weil die Verkäufe erst mit den beginnenden Auslieferungen nach der Mitte April erfolgten Zulassung angestiegen sind. Der Grossteil des Umsatzrückgangs im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010/11 ist somit auf die Region USA zurückzuführen, in welcher lediglich zwei Verkaufswochen in den Berichtszeitraum einflossen. Darüber hinaus hat Advanced Bionics ein innovatives neues Produkt vorgestellt: Neptune, den weltweit ersten Soundprozessor, der auch für das Schwimmen geeignet ist. In Kanada hat dieses einzigartige Produkt bereits die Zulassung erhalten, in anderen Ländern steht die Zulassung durch die Aufsichtsbehörden noch aus.

 

Das Segment Hörimplantate wies infolge des freiwilligen vorübergehenden Produktrückrufs und den daraus resultierenden niedrigeren Verkaufszahlen einen EBITA von CHF -20,6 Mio. aus. Der EBITA spiegelt zudem das fortgesetzt hohe Niveau an Investitionen in F&E und den Vertrieb für Advanced Bionics sowie einmalige Umstrukturierungskosten in Höhe von 3,9 Mio. infolge der Schliessung des Standorts Phonak Acoustic Implants im schweizerischen Lonay wieder. Sonova ist der Überzeugung, dass der Markt für Cochlea-Implantate für Sonova mittelfristig deutlich grössere Wachstums- und Rentabilitätschancen bieten wird als der Markt für Mittelohrimplantate.

 

Wirksames Kostenmanagement

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen im ersten Halbjahr 2011/12 CHF 58,6 Mio. oder 7,7% des Umsatzes. Zu den wichtigsten F&E-Ausgaben im Hörgerätesegment gehören die Entwicklung von Spice+ und weiteren im Oktober 2011 auf dem EUHA-Kongress vorgestellten Produkten, dem Lyric der zweiten Generation sowie die Plattformentwicklung der nächsten Generation. Im Segment Hörimplantate lag der Schwerpunkt der F&E-Aufwendungen auf dem neuen Prozessor Neptune und der sich in Entwicklung befindlichen neuen Produktpalette.

 

Die Kosten für Vertrieb und Marketing betrugen CHF 237,1 Mio. bzw. 31,1% des Umsatzes. In Lokalwährungen sind diese Kosten gegenüber dem ersten Halbjahr 2010/11 um 17,0% gestiegen, was in erster Linie auf Akquisitionen und den weiteren Ausbau des Vertriebsnetzwerkes in beiden Segmenten zurückzuführen ist. Gegenüber der zweiten Hälfte 2010/11 sind die Vertriebs- und Marketingkosten bei konstanten Wechselkursen jedoch gesunken, während der Umsatz gestiegen ist.

 

Die Administrationskosten beliefen sich, ähnlich wie im Vorjahr, auf CHF 83,9 Mio. bzw. 11,0% des Umsatzes. Eine Analyse der Administrationskosten (unter Annahme konstanter Wechselkurse und unter Ausschluss von Akquisitionen) zeigt, dass diese Kosten gegenüber dem Niveau des zweiten Halbjahres 2010/11 deutlich gesunken sind. Zu den weiteren Ausgaben gehören einmalige Umstrukturierungskosten in Höhe von CHF 3,9 Mio. infolge der Entscheidung, den Standort Phonak Acoustic Implants im schweizerischen Lonay zu schliessen.

 

Der operative Gewinn vor akquisitionsbedingten Abschreibungen (EBITA) betrug CHF 138,4 Mio. bzw. 18,1% (im Vorjahr CHF 204,4 Mio. bzw. 24,6%), was negative Währungseffekte in Höhe von CHF 53,2 Mio. beinhaltet, die rund 320 Basispunkte der EBITA-Marge ausmachen.

 

Der Gewinn nach Steuern belief sich, unter Berücksichtigung einer einmaligen, nicht liquiditätswirksamen Sonderabschreibung von CHF 4,9 Mio., auf CHF 103,7 Mio. (Vorjahr: CHF 171,8 Mio.). Die Sonderabschreibung betrafen die verbleibenden aktivierten F&E-Kosten von Phonak Acoustic Implants. Während der Betriebsgewinn niedriger ausfiel, war aufgrund des geringeren Verschuldungsgrads auch der Finanzaufwand tiefer als im vorangegangenen Zeitraum. Die Ertragssteuern bewegten sich, in Prozent des Gewinns vor Steuern, auf dem Niveau des Vorjahres. Der unverwässerte Gewinn pro Aktie betrug CHF 1,56 im Vergleich zu CHF 2,60 im Vorjahr. Der Cash-basierte unverwässerte Gewinn pro Aktie betrug CHF 1,73 (Vorjahr: CHF 2,71).

 

Investitionen in zukünftiges Wachstum

Der Mittelzufluss aus Geschäftstätigkeit betrug CHF 112,3 Mio., während er sich im Vorjahr auf CHF 151,4 Mio. belaufen hatte. Am stärksten machte sich dabei der niedrigere Betriebsgewinn und das deutlich verbesserte Nettoumlaufvermögen bemerkbar. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ging in der Berichtsperiode, vor allem aufgrund niedrigerer Investitionen in Sachanlagen, von CHF 89,2 Mio. im Vorjahr auf CHF 64,9 Mio. zurück. Die Investitionsausgaben im Berichtszeitraum betrafen in erster Linie die Renovierung des Hauptsitzes sowie Maschinen und Ausrüstung; die höheren Investitionsausgaben des letzten Jahres standen in Zusammenhang mit dem neuen, hochmodernen Technologiezentrum in Stäfa. Für kleinere Akquisitionen wurden flüssige Mittel von CHF 36,5 Mio. verwendet. Für das erste Halbjahr 2011/12 wies Sonova einen Free Cash Flow von CHF 47,3 Mio. aus. Der Operative Free Cash Flow (exklusive Akquisitionen) betrug CHF 83,8 Mio. im Vergleich zu CHF 82,0 Mio. im Vorjahr. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ging von CHF 152,9 Mio. im Vorjahr auf CHF 105,8 Mio. zurück, hauptsächlich wegen des Rückzahlungszeitpunkts des Bankkredits zur Finanzierung der Akquisition von Advanced Bionics. Die flüssigen Mittel betrugen per 30. September 2011 CHF 103,7 Mio., zum 1. April 2011 hatten sie sich auf CHF 165,1 Mio. belaufen.

 

Hoher Eigenfinanzierungsgrad

Das investierte Kapital blieb mit CHF 1'457,2 Mio. im ersten Halbjahr 2011/12 stabil, während das Nettoumlaufvermögen per 30. September 2011 auf CHF 172,8 Mio. sank. Aufgrund der Dividendenausschüttung von CHF 79,9 Mio. betrug die Nettoverschuldung CHF 172,2 Mio.; per 31. März 2011 hatte sie CHF 111,3 Mio. betragen. Das Eigenkapital der Gruppe belief sich auf CHF 1'285,0 Mio., der Eigenfinanzierungsgrad (Eigenkapital in % der Bilanzsumme) blieb mit 61,7% hoch.

 

Ausblick 2011/12 Gesamtjahr

Sonova wiederholt ihre Guidance von 8-10% Umsatzwachstum in Lokalwährungen, welches rund 3% Wachstum aus Akquisitionen beinhaltet. Basierend auf den aktuellen Wechselkursen (EUR bei 1,22 und USD bei 0,89) erwartet Sonova für das Geschäftsjahr 2011/12 einen negativen Währungseffekt von etwa 13% auf den Umsatz. Gleichzeitig bestätigt Sonova die bisher kommunizierte EBITA-Guidance von 20-21%, die nun um Wechselkurseffekte bereinigt im Bereich von 19-20% erwartet wird. Eine Veränderung des Wechselkurses USD/CHF um fünf Prozent beeinflusst den Umsatz und den EBITA, annualisiert, um CHF 30 Mio., respektive CHF 10 Mio. Entsprechend wirkt sich eine Veränderung des Wechselkurses EUR/CHF um fünf Prozent auf den Umsatz und den EBITA, annualisiert, mit CHF 25 Mio., respektive CHF 15 Mio. aus.

 

Der Sonova Halbjahresbericht 2011/12 ist erhältlich unter:

www.sonova.com/de/investors/SemiAnnualReport

 

 

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