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Sonova stärkt die Marke Unitron und überprüft die Aktivitäten im Bereich Mittelohrimplantate

Stäfa (Schweiz), 30.09.2011 – Die Sonova Holding AG, weltweit führende Anbieterin von Hörsystemen, gibt heute den internen Transfer der Aktivitäten von Sona zu Unitron Hearing bekannt. Dieser Transfer wird das Produktportfolio von Unitron erweitern und die Positionierung von Unitron weiter stärken. Die Gruppe kündigt zudem Veränderungen im Management von Unitron an. Hinsichtlich des Forschungsprojekts im Bereich von Mittelohrimplantaten prüft Sonova die Schliessung des Standortes Phonak Acoustic Implants im schweizerischen Lonay.

Unter der Marke Sona betreibt Sonova seit November 2009 ein innovatives Produkt- und Servicekonzept. Sona stellt in Hinsicht auf das Produkt und das Geschäftsmodell eine einzigartige Lösung dar. Sona steht für das weltweit erste upgradefähige Hörsystem, das seit Aufnahme des Geschäftsbetriebs im April 2010 positive Reaktionen am Markt auslöste. Sona ist bislang in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und den USA verkauft.

 

Sonova wird dieses einzigartige Produkt- und Servicekonzept für Menschen mit leichtem bis mittlerem Hörverlust weiterentwickeln, indem die Aktivitäten von Sona in Unitron Hearing integriert werden. „Dieser Transfer wird Sona und Unitron weiter stärken, da Synergie-Effekte in der Produkt- und Serviceentwicklung sowie im Vertrieb genutzt werden können. Dadurch soll die Technologie von Sona noch besser genutzt und diese innovative Lösung mehr Kunden auf der ganzen Welt zugänglich gemacht werden“, so Alexander Zschokke, Interim CEO der Sonova Gruppe. „Im Rahmen der Unitron Hearing werden die Lösungen von Sona weiterhin eine wichtige Rolle im innovativen Produktportfolio von Sonova spielen.“ Dieser Transfer wirkt sich weder auf den Umsatz noch auf die Kosten in Zusammenhang mit Sona aus, ebensowenig auf die Umsatz- oder EBITA-Prognose von Sonova für 2011/12.

 

Veränderungen im Management von Unitron

 

Um Unitron als Marke von Sonova weiter zu stärken und zu positionieren, kündigt die Gruppe die Ernennung von Jan Metzdorff zum neuen Präsident von Unitron Hearing an. Er folgt mit sofortiger Wirkung auf Michael Tease, der Unitron Hearing verlässt, um neue berufliche Herausforderungen ausserhalb des Konzerns zu suchen. Jan Metzdorff ist seit über 14 Jahren in der Hörsystembranche tätig und hat im Verlauf seiner siebenjährigen Tätigkeit bei Sonova mehrere Vertriebsgesellschaften geleitet. Seit April 2010 ist er für den Aufbau des internationalen Vertriebs von Unitron verantwortlich. „Jan Metzdorff verfügt über profunde Kenntnisse und Erfahrungen in der Hörsystembranche und hat seine Fähigkeiten mehrfach erfolgreich unter Beweis gestellt“, so Alexander Zschokke. „Wir sind überzeugt, dass er die richtige Person ist, um die starke Marktposition von Unitron weiter auszubauen.“

 

Aktivitäten im Bereich Mittelohrimplantate werden überprüft

 

Im Rahmen der weiteren Konsolidierung der Medical Division von Sonova erwägt das Unternehmen die Schliessung des Standorts der Phonak Acoustic Implants im schweizerischen Lonay, wo derzeit 26 Mitarbeitende am Mittelohrimplantat Ingenia forschen. Das Mittelohrimplantat Ingenia befindet sich noch in der Entwicklungsphase, besitzt weder die CE-Zertifizierung noch die FDA-Zulassung und ist noch nicht auf dem Markt erhältlich. In den mittelfristigen Umsatz- und Rentabilitätsprognosen von Sonova ist das Produkt Ingenia nicht berücksichtigt, weshalb sich diese Entscheidung nicht auf die Aussichten von Sonova auswirken würde.

 

Vor der Entscheidung steht noch das Ergebnis der eingeleiteten Mitarbeiterkonsultation aus. Die zuständigen Behörden sind informiert. „Angaben über organisatorische oder personelle Änderungen werden wir erst geben, wenn die Konsultation abgeschlossen und ihre Ergebnisse sorgfältig analysiert worden sind“, betont Alexander Zschokke.

 

Das Management ist der Überzeugung, dass der Markt für Cochlea-Implantate Sonova mittelfristig deutlich grössere Wachstums- und Rentabilitätschancen bietet als der Markt für Mittelohrimplantate. Der Fokus der Medical Division wird zukünftig auf der Entwicklung von Innovationen im Bereich von Cochlea-Implantat-Produkten liegen. Dies gilt insbesondere angesichts der Rückkehr des bestehenden Cochlea-Implantats HiRes 90K auf den US-Markt. Die vorgeschlagene Entscheidung hat keine Auswirkungen auf die F&E-Investitionen des Unternehmens im Bereich Hörgeräte.

 

Sollte es zu einer Schliessung des Standortes Lonay kommen, müsste das Unternehmen für die verbleibenden kapitalisierten F&E-Kosten im Zusammenhang mit Ingenia eine einmalige, nicht liquiditätswirksame Sonderabschreibung in Höhe von CHF 5 Mio. vornehmen. Die Aufwendungen für die Umstrukturierung und die Sonderabschreibung würden nichts am EBITA-Ausblick für das Geschäftsjahr 2011/2012 ändern.

 

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