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Sonova auf Kurs – Weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum

Stäfa (Schweiz), 21.05.2013 Sonova Holding AG, der weltweit führende Hersteller von Hörlösungen, gibt heute einen erneuten Rekordumsatz für das Geschäftsjahr 2012/13 bekannt. Die Gruppe erzielte einen Umsatz von CHF 1'795,3 Mio., ein Anstieg von 10,8% in Schweizer Franken oder 7,4% in Lokalwährungen. Um Einmalkosten bereinigt*, belief sich der EBITA auf CHF 386,4 Mio. (21,5% vom Umsatz), was einem Plus von 22,6% in Schweizer Franken und um 15,4% in Lokalwährungen entspricht. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 1,60 pro Aktie vor, eine Steigerung um 33% gegenüber dem Vorjahr.

Highlights 2012/13

  • Umsatz von CHF 1'795,3 Mio., was einem Wachstum von 10,8% in Schweizer Franken und 7,4% in Lokalwährungen entspricht
  • Der ausgewiesene EBITA von CHF 182,8 Mio. enthält Einmalkosten, hauptsächlich aufgrund einer einmaligen Rückstellungserhöhung für mögliche Ansprüche aufgrund eines 2006 durchgeführten Produkterückrufs von Advanced Bionics, über 3 Jahre vor deren Übernahme durch Sonova im Jahr 2009
  • Um Einmalkosten bereinigt* belief sich der EBITA auf CHF 386,4 Mio. (21,5% vom Umsatz), was einem Plus von 22,6% in Schweizer Franken und um 15,4% in Lokalwährungen entspricht
  • Der Umsatz im Hörgeräte-Segment erreichte CHF 1’648,5 Mio., ein Anstieg um 4,9% in Lokalwährungen
  • Das Segment Cochlea-Implantate erreichte auf normalisierter Basis* die Gewinnzone, unterstützt durch einen Umsatzanstieg von 47,1% in Lokalwährungen auf CHF 146,7 Mio.
  • Der operative Free Cash Flow stieg um 33% auf CHF 318,6 Mio.
  • Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividendenerhöhung um 33% auf CHF 1,60 pro Aktie vor
  • Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2013/14 wird ein Umsatzwachstum von 6% bis 8% und ein Anstieg im EBITA von 9% bis 13% erwartet, jeweils in Lokalwährungen und auf normalisierter Basis*

 

Lukas Braunschweiler, CEO von Sonova sagt zum Ergebnis: “Die sehr soliden Leistungen in diesem Geschäftsjahr widerspiegeln einmal mehr die Vorteile unserer breiten Palette an Hörlösungen. In einem herausfordernden Marktumfeld, haben beide Segmente massgeblich zum Umsatzwachstum beigetragen. Die starke Entwicklung in der Region Asien/Pazifik ist teilweise Ausdruck des erheblichen Potenzials und der Dynamik von Schwellenländern, in denen wir uns auch weiterhin durch gezielte strategische Initiativen weiterentwickeln werden. Mit einer Rekordzahl neuer Produkte und unserem anhaltenden Bekenntnis zur Innovation, ist Sonova auf Kurs, Umsatz und Gewinn kontinuierlich zu steigern.“

 

Neuer Rekord beim Konzernumsatz

Die Sonova Gruppe hat im Berichtsjahr einen neuen Umsatzrekord erzielt. Der Konzernumsatz stieg in Schweizer Franken um 10,8% und in Lokalwährungen um 7,4% und erreichte CHF 1’795,3 Mio. Dieser Anstieg ist vor allem auf organisches Wachstum zurückzuführen, das sich auf 5,2% in Lokalwährungen belief. Das Wachstum aus Akquisitionen betrug CHF 35,3 Mio. bzw. 2,2% des Umsatzes. Die günstige Wechselkursentwicklung trug CHF 56,0 Mio. zum ausgewiesenen Umsatz bei. In Schweizer Franken gerechnet, erhöhten Währungseffekte die Wachstumsrate um 3,4%.

 

Wachstum spiegelt breite globale Präsenz wider

Alle wichtigen Regionen erzielten eine solide Umsatzsteigerung. Der Umsatz in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), die 40% des Konzernumsatzes ausmacht, stieg in Lokalwährungen um 5,3%. Der US-Umsatz stieg in Lokalwährung um 6,8% und machte damit 37% des im Jahr erzielten Konzernumsatzes aus. Durch einen positiven Geschäftsverlauf in Kanada und Brasilien stieg das Wachstum in der Region Amerika (ohne USA) auf 7,8% in Lokalwährungen. In der Region Asien/Pazifik, die im Berichtsjahr 11% zum Konzernumsatz beitrug, stieg der Umsatz in Lokalwährungen um 17,7%.

 

Ausgewiesenes Ergebnis berücksichtigt Einmalkosten

Das im Geschäftsbericht ausgewiesene Ergebnis spiegelt unter «Übriger Aufwand» verbuchte Einmalkosten von CHF 203,6 Mio. wider. Diese sind in erster Linie eine Folge der Erhöhung von Rückstellungen für mögliche Produkthaftpflichtansprüche innerhalb des Cochlea-Implantate-Segments in Höhe von CHF 197,8 Mio. Diese wurden im Zusammenhang mit einem im April 2013 durch ein Bezirksgericht in Kentucky (USA) gefällten, erstinstanzlichen Urteil vorgenommen. Das Urteil erging in einem Fall, der dem sogenannten «Vendor B» Produktrückruf von Advanced Bionics im Jahr 2006 zuzuordnen ist. Zu den Einmalkosten zählen des Weiteren die Rückstellung für die Umstrukturierung des internationalen Vertriebszentrums von Advanced Bionics im französischen Rixheim und der im vergangenen Oktober einer Anlegergruppe im Rahmen eines aussergerichtlichen Vergleichs bezüglich der verzögerten Gewinnwarnung im März 2011 gezahlte Betrag. Alle drei Positionen stellen Einmalkosten dar, die in den in dieser Medienmitteilung aufgeführten normalisierten Finanzzahlen nicht enthalten sind.

 

Starke Margenverbesserung

Der Bruttoertrag belief sich auf CHF 1’240,1 Mio., was einer Bruttomarge von 69,1% entspricht. Sie liegt 80 Basispunkte über derjenigen des Vorjahres; dabei sind 30 Basispunkte auf positive Währungseffekte zurückzuführen. Die Kosten für Vertrieb und Marketing stiegen um 11,0% in Schweizer Franken beziehungswiese 8,0% in Lokalwährungen. Im Verhältnis zum Umsatz beliefen sich die Ausgaben für Vertrieb und Marketing wie im Vorjahr auf 31,1%. Die der Erfolgsrechnung für 2012/13 netto belasteten Kosten für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf CHF 113,5 Mio. beziehungsweise 6,3% des Umsatzes. Trotz unserer weiteren globalen Expansion stiegen die Administrationskosten weniger stark als der Umsatz, mit einem Anstieg um 7,5% in Schweizer Franken beziehungsweise 5,4% in Lokalwährungen. Als Anteil am Umsatz gingen die Administrationskosten deshalb auf 10,1% zurück, was unser kontrolliertes Kostenmanagement im Geschäftsjahr widerspiegelt.

 

Der ausgewiesene Betriebsgewinn vor akquisitionsbedingten Abschreibungen und Wertminderungen (EBITA), in dem die unter «Übriger Aufwand» aufgeführten Einmalkosten enthalten sind, betrug CHF 182,8 Mio. Der normalisierte EBITA* belief sich auf CHF 386,4 Mio., ein deutlicher Anstieg um 22,6% in Schweizer Franken beziehungsweise 15,4% in Lokalwährungen. Zum Anstieg des normalisierten EBITA* in Schweizer Franken leistete die günstige Wechselkursentwicklung einen Beitrag von CHF 22,7 Mio. Zur Verbesserung der normalisierten Betriebsmarge* um 200 Basispunkte auf 21.5% trugen die Währungseffekte 60 Basispunkte bei. Der normalisierte Gewinn nach Steuern* betrug CHF 308,9 Mio., was einen Anstieg um 25,4% gegenüber dem Vorjahr darstellt. Der normalisierte unverwässerte Gewinn pro Aktie* belief sich entsprechend auf CHF 4,62, ein deutlicher Anstieg um 24,5% gegenüber dem Vorjahr.

 

Hörgeräte-Segment: Verteidigung der Marktführerschaft

Im Hörgeräte-Segment wurde im Geschäftsjahr 2012/13 ein Umsatz von CHF 1’648,5 Mio. erzielt, was einem Wachstum um 8,2% in Schweizer Franken und um 4,9% in Lokalwährungen entspricht. Zu diesem Zuwachs trug das organische Wachstum 2,6% bei – ein Wert oberhalb der Wachstumsquote des Gesamtmarktes. Zur ausgewiesenen Wachstumsquote trugen Übernahmen 2,3% bei. Dank der erfolgreichen Einführung der vom Markt sehr gut aufgenommenen Plattform Phonak Quest im Oktober 2012 und der nachhaltig guten Entwicklung unserer Marke Unitron beschleunigte sich das Wachstum im Jahresverlauf, dies trotz eines zunehmend schwierigen Marktumfelds in Kontinentaleuropa. Als Wachstumstreiber erwies sich einmal mehr unsere weiterhin hohe Innovationsrate: Sonova erzielte im Hörgeräte-Segment 70% des Umsatzes mit Produkten, die seit weniger als zwei Jahren auf dem Markt sind. Der EBITA belief sich im Hörgeräte-Segment auf CHF 384,7 Mio., was einer EBITA-Marge von 23,3% entspricht. Der EBITA stieg um 13,4% in Schweizer Franken und um 6,7% in Lokalwährungen. Bei konstanten Wechselkursen hätte die EBITA-Marge 22,6% betragen, was einer Verbesserung um 30 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr entspräche.

 

Cochlea-Implantate-Segment: Gewinnzone erreicht

Bereinigt um Einmalkosten*, bildet das Ergebnis des Cochlea-Implantate-Segments einen weiteren Höhepunkt des Berichtsjahres. Der Umsatz stieg auf CHF 146,7 Mio., was einem Zuwachs um 52,3% in Schweizer Franken bzw. 47,1% in Lokalwährungen entspricht. Die Sparte profitierte davon, dass nach der Freigabe durch die US-amerikanische Aufsichtsbehörde FDA im September 2011 das Implantat HiRes 90K nun im ganzen Geschäftsjahr verkauft werden konnte. Das Cochlea-Implantate-Segment erzielte einen normalisierten EBITA* von CHF 1,8 Mio. und erreichte damit erstmals die Gewinnzone. Ausserdem präsentierte das Unternehmen im Geschäftsjahr wichtige Innovationen, darunter ein neuer Prozessor und ein neues Elektrodendesign, die über das Geschäftsjahr 2012/13 hinaus für profitables Wachstum sorgen werden.

 

Starkes Wachstum des Free Cash Flow

Der Mittelzufluss aus Geschäftstätigkeit stieg im Berichtsjahr um 27,0% auf CHF 387,1 Mio. Der Zuwachs spiegelt den Anstieg des normalisierten EBITA* um 22,6% und ein weniger starkes Wachstum des Nettoumlaufvermögens gegenüber dem Vorjahr wider. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen stiegen um CHF 1,7 Mio. auf CHF 82,3 Mio., was in erster Linie auf höhere kapitalisierte Entwicklungskosten im Segment Cochlea-Implantate zurückzuführen ist. Der operative Free Cash Flow stieg signifikant um 33,0% auf CHF 318,6 Mio. Der Mittelabfluss aus Akquisitionen betrug CHF 56,2 Mio. (Vorjahr CHF 83,1 Mio.), einschliesslich Earn-out-Zahlungen aus Akquisitionen im Vorjahreszeitraum. Dies führte zu einem Free Cash Flow von CHF 262,4 Mio., was einem Plus von 67,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

 

Dividendenerhöhung vorgeschlagen

Dank des starken Cash Flows konnte die Sonova Gruppe das Jahr mit einer positiven Nettoliquidität von CHF 185,8 Mio. abschliessen. Der Verwaltungsrat wird bei der Generalversammlung 2013 eine deutlich höhere Ausschüttung von CHF 1,60 pro Aktie vorschlagen, die verrechnungssteuerfrei aus Kapitalreserven ausgeschüttet wird. Dies stellt eine signifikante Erhöhung um 33% gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr dar.

 

Ausblick 2013/14

Mit unserem klaren Fokus auf profitable und wachstumsstarke Geschäftsbereiche und unserem anhaltenden Bekenntnis zur Innovation wollen wir die starken Marktpositionen von Sonova weiter ausbauen. Trotz leicht gestiegener Unsicherheiten hinsichtlich der kurzfristigen Marktentwicklungen erwarten wir in beiden Segmenten Hörgeräte und Cochlea-Implantate für das Geschäftsjahr 2013/14 ein solides Umsatz- und Gewinnwachstum. Für den Gesamtumsatz erwarten wir ein Wachstum von 6% bis 8% und beim EBITA einen Anstieg von 9% bis 13% (jeweils in Lokalwährungen und auf normalisierter Basis*).

 

Aufgrund der Währungsentwicklung kann es zu Schwankungen im tatsächlichen Ergebnis kommen. Sonova wird jedoch auch weiterhin durch eine langfristig ausgerichtete Strategie zur globalen Ressourcenallokation die Auswirkungen des starken Schweizer Frankens auf das Gewinnwachstum mindern. Eine Aufwertung des US-Dollars um 5% würde den Umsatz im Geschäftsjahr um rund CHF +38 Mio. und den EBITA um rund CHF +11 Mio. beeinflussen. Der entsprechende Effekt durch einen 5% stärkeren Euro betrüge CHF +24 Mio. beim Umsatz und CHF +12 Mio. beim EBITA.

 

 

Der Geschäftsbericht 2012/13 ist auf unserer Website verfügbar: http://www.sonova.com/de/investors/AnnualReports/Seiten/default.aspx

 

The vollständige CSR Bericht ist verfügbar unter: http://www.sonova.com/de/csrreport/

 

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* Ohne Einmalkosten in Höhe von CHF 203,6 Mio. Diese Einmalkosten enthalten eine Erhöhung der Rückstellungen für mögliche Produkthaftpflichtansprüche im Zusammenhang mit dem 2006 von Advanced Bionics durchgeführten Produktrückruf eines Cochlea-Implantats, zurückzuführen auf einen Zulieferer («Vendor B»), die Rückstellungen für die Restrukturierung von Advanced Bionics in Frankreich und den im vergangenen Oktober einer Anlegergruppe im Rahmen eines aussergerichtlichen Vergleichs bezüglich der verzögerten Gewinnwarnung im März 2011 gezahlten Betrag.

 

– Ende –