Nachhaltiges Umweltmanagement
Sonova engagiert sich aktiv für den Schutz der Umwelt und verfolgt gruppenweit das Ziel, die Sicherheit und Sauberkeit der Arbeits- und Lebensräume zu erhalten und zu fördern. Ein effizienter Einsatz von natürlichen Ressourcen, vorbeugende Massnahmen zur Vermeidung schädlicher Auswirkungen von Produkten und Prozessen, die Minimierung von Abfall sowie die sichere und verantwortungsvolle Restmüllentsorgung bilden dabei das Fundament nachhaltigen Wirtschaftens.
In Übereinstimmung mit den Anforderungen der umweltbezogenen Gesetze und Normen bildet die betriebliche Umweltpolitik der Phonak AG Stäfa das Fundament für die Verwirklichung des Umweltmanagementsystems nach dem Standard ISO-14001:2004. Diese Umweltpolitik gilt für den Hauptsitz und seine juristischen Rechtspersonen am Standort Stäfa, Schweiz. Es ist geplant, dieses Umwelt-Zertifikat in Zukunft schrittweise auf die gesamte Sonova Gruppe auszuweiten. Die Leitsätze, nach denen sich die Geschäftsleitung der Phonak AG und das Führungsgremium der Sonova bekennen, können hier nachgelesen werden.
Bei Sonova fliessen zum überwiegenden Teil ökologisch unbedenkliche Rohstoffe in die Produktion von Hörsystemen. Der Bedarf an Materialien und Energie hält sich im Vergleich zu anderen Medizinaltechnik-Produkten in bescheidenem Rahmen. Im Zuge der permanenten Weiterentwicklung der Fertigungsprozesse wird der Verbrauch von Rohmaterialien, Hilfs- und Betriebsstoffen stetig optimiert. Die Umweltbelastung von Produkten und Prozessen fällt entsprechend niedrig aus. Ungeachtet dessen unternimmt Sonova laufend diverse Anstrengungen, bestehende Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Zu den gruppenweit implementierten Umweltstandards gehören Beispielsweise:
FCKW-Bann
Seit 1992 vermeidet Phonak konzernweit die Verwendung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen, die die Ozonschicht schädigen, in der Produktion.
RoHS-Compliance
Die EU-Richtlinie RoHS 2002/95/EC (Restriction of Hazardous Substances) wurde bereits 2006 trotz der geltenden Ausnahmeregelung für Medizinalprodukte konzernweit umgesetzt. Die Richtlinie verbietet die Verwendung von umweltbelastenden Rohstoffen wie Schwermetallen oder halogenierten Substanzen in elektrischen und elektronischen Geräten. Die Sonova Gruppe verwendet seit dem Geschäftsjahr 2008/09 nur noch bleifreie Komponenten und erfüllt damit die Richtlinie vollumfänglich.
WEEE-Compliance
In ihrem Bestreben, den Einsatz von Rohstoffen zu optimieren und umwelteffizienter zu gestalten, hat die Sonova Gruppe im Jahr 2006 ihre Recyclingmassnahmen auf den gesamten Lebenszyklus der Produkte ausgedehnt und erfüllt damit weltweit die EU-Richtlinie WEEE (Waste of Electric and Electrical Equipment). Die Richtlinie verlangt, dass Konsumenten Elektrogeräte nicht über den Hausmüll entsorgen, sondern über individuelle Wege umweltverträglich zurückgeben. Sonova hat sich an länderspezifische Entsorgungssysteme angeschlossen. Wo solche fehlen, nimmt die Gruppe gebrauchte Geräte zurück, um sie am Hauptsitz in der Schweiz zu entsorgen.
REACH-konforme Lieferanten
Sonova stellte im Geschäftsjahr 2009/10 sicher, dass ihre Zulieferer die REACH-Verordnung (Restriction, Evaluation and Authorisation of Chemicals) für die sichere Herstellung und Verwendung chemischer Stoffe in der Europäischen Union nachweislich erfüllen.
Die Umweltkennzahlen in der vorhergehenden Tabelle umfassen alle Sonova Produktionsstandorte in der Schweiz, die Operation Centers (OC) in China und Vietnam sowie die wichtigsten Gruppengesellschaften (GC) weltweit. Gemessen an der Anzahl Mitarbeiter beträgt die Abdeckung rund 80%. Für die Bilanzierung der Treibhausgase wurden länderspezifische Emissionsfaktoren von Ecoinvent und Daten vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) verwendet.

Der Gesamtenergieverbrauch der Sonova Gruppe ist im Geschäftsjahr 2009/10 um 6% auf 21’320 MWh gestiegen. Dies ist in erster Linie durch Wachstum und Akquisitionen bedingt, was zu einem steigenden Energiebedarf bei den Gruppengesellschaften und Operation Centers führte. An den Schweizer Standorten konnte hingegen bei anhaltendem Wachstum insgesamt ein Rückgang des Energieverbrauchs um 7% auf 6’687 MWh erzielt werden.
Die Energiedaten der Sonova Gruppe spiegeln sich in ihrer CO2-Bilanz wider, deren Entwicklung einen ähnlichen Verlauf aufweist. Aufgrund einer verfeinerten Bilanzierungsmethodik haben sich die Emissionswerte für 2009/10 im Vergleich zum Vorjahr zwar erhöht, die Klimabelastung fällt mit einem Gesamtausstoss von aktuell 10’929 Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2eq) jedoch nach wie vor gering aus. Daraus ergibt sich ein Emissionswert von 2,38 Tonnen CO2eq pro Mitarbeiter. Die Erhebung der Treibhausgasemissionen wird laufend erweitert. Für das Geschäftsjahr 2010/11 ist geplant, die geschäftlichen Flugreisen und die Luftfracht in die Bilanz zu integrieren.
Der Wasserverbrauch der Sonova Gruppe hat sich in der Berichtsperiode geringfügig erhöht, das Abfallvolumen und insbesondere der Ausstoss an flüchtigen Kohlenwasserstoffen (VOC) konnte konzernweit verringert werden.